Behind BBBW: Johannes
Johannes ist Creative Producer, Director, Bewegungsenthusiast – und der ruhige kreative Kopf hinter vielen der visuellen und konzeptionellen Ideen bei Body, Brain & Breath Waves. Im Interview erzählt er, was ihn antreibt, warum er sich in Zügen verliert, und was Baby-Schildkröten mit seiner Arbeit zu tun haben.
Johannes, du bist beruflich Creative Producer. Was genau bedeutet das für dich?
Im Grunde versuche ich, Dinge einfacher und schöner zu machen - sei es durch Bilder, durch Konzepte oder durch Räume. Ich liebe es, Momente einzufangen, die man nicht erklären kann, sondern nur fühlen. Wenn ich mit einem Film, einem Bild oder einer Idee dieses Gefühl bei anderen auslösen kann - dann war’s gut.
Und was fasziniert dich besonders an deiner Arbeit?
Der Wechsel zwischen Aufbau und Abriss. Etwas entstehen zu lassen, zu testen, zu verändern. Und im Zweifel auch wieder loszulassen. Ich finde das sehr befreiend. Und ich liebe es, neue Perspektiven zu entdecken, andere Denkweisen kennenzulernen - ob im Gespräch oder auf Reisen.
„Ich suche nach Momenten, die man nicht erklären kann - nur fühlen. Wenn ein Bild, ein Gedanke oder eine Bewegung dieses Gefühl bei anderen auslöst, war es genau richtig.“
Du bist gerne unterwegs - wo fühlst du dich daheim?
Ich würde sagen: in der Welt. Mein Zuhause ist im Schliersee in Bayern. Wasser hat einfach eine starke Anziehungskraft auf mich. Alles, was im, am oder unter Wasser passiert, begeistert mich, vom Surfen bis zum Tauchen.
Und wenn du mal nicht im Gleichgewicht bist - was hilft dir?
Wasser. Und ehrlicherweise: manchmal auch einfach eine Zigarette, ein Spaziergang, Pumptrack fahren. Ich mag es, den Kopf durch Bewegung freizubekommen, oder durch Musik. Klassische Musik zum Beispiel berührt mich tief. Genauso wie Wind oder ganz einfache Betonstrukturen.
Was inspiriert dich?
Mein Vater. Er hat in meiner Kindheit oft in unserem Haus musiziert, das hat etwas in mir hinterlassen. Und dann: Deutschrap aus den frühen 2000ern. Und Baby-Meeresschildkröten, die zum ersten Mal abtauchen. Kein Scherz.
Womit verbringst du gerne Zeit?
Mit Surfen, Skaten, Bouldern. Oder beim Nichtstun in leeren Schnellzügen, aus dem Fenster schauend, während die Landschaft vorbeizieht. Da entstehen oft meine besten Ideen. Und ja, ich könnte ewig Brooklyn Coffee Shop Reels schauen. Und schlafen. Und essen.
Gibt’s etwas, das du noch unbedingt lernen möchtest?
Spanisch. Und vielleicht irgendwann in einer süd-pazifischen Kultur leben, die noch fast unberührt ist. Solche Orte und Lebensweisen ziehen mich an.
Fotografie: Barbara Peisl